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Zusammenführung
Rangordnung
Auch Ratten ordnen sich einer strengen Hierarchie unter, dadurch kann es innerhalb eines Rattenrudels immer wieder zu kleinen Streitigkeiten kommen. Diese dienen auch zum gegenseitigen Kräftemessen. Wenn der Chef der Gruppe älter und schwächer wird oder krank ist, wird dies direkt von den anderen ausgenutzt, um in der Rangordnung aufzusteigen. Das ist ein völlig normales Sozialverhalten, das man akzeptieren muss.
Eine neue Ratte kommt dazu
Bei der Zusammenführung von Ratten gilt es einiges zu beachten, da
sie sehr revierbewusst sind und gegenüber fremden Artgenossen ziemlich
aggressiv werden können.
Grundsätzlich gilt: Junge Tiere sind viel leichter aneinander zu gewöhnen als ältere. Weibchen
akzeptieren leichter unbekannte Artgenossen als Männchen.
Grundsätzlich sollte man vermeiden zwei dominante Tiere (insbesondere
Böcke) zueinander zusetzen. Beide sind vom Verhalten her gleich und
beide werden sich wohl nicht unterordnen. Die Zusammenführung wird in
der Regel bei solchen Tieren nicht funktionieren.
Auf keinen Fall sollte man fremde Tiere sofort zusammensetzen, dies kann
unter Umständen tödlich enden. Wie lange man für die einzelnen
Integrationsschritte braucht ist unterschiedlich, weil Ratten nun mal
individuell sind. Man sollte sich auf jeden Fall viel Zeit lassen und
nichts übers Knie brechen. Man sollte also die Tiere in getrennte
Käfige setzen und diese eventuell über mehrere Tage verteilt näher
zusammenstellen. Wenn die Käfige ziemlich nah zusammenstehen und die
Ratten sich nicht aggressiv verhalten, kann man die Tiere jeweils für
eine gewisse Zeit (ca. 1 Stunde) in den anderen Käfig setzen. Dies
sollte man mehrmals wiederholen. Danach kann man die Ratten in einem fremden
Revier zusammen setzen. Zum Beispiel eignet sich hierfür das Badezimmer
sehr gut. Manche raten auch dazu die Ratten in die Badewanne zu setzen,
davon halte ich aber rein gar nichts. Wir hatten dies auch mal
ausprobiert und die süßen Nasen hatten so viel Angst und waren
eigentlich nur damit beschäftigt, wie sie wieder aus der Badewanne
rauszukommen. Hilfreich ist es vor dem zusammensetzen, der/die Neuling/e
mit benutztem Einstreu der alteingesessenen Ratten einzureiben, dadurch
bekommen sie den Gruppenduft der anderen und die erste Zusammenführung
fällt eventuell nicht ganz so aggressiv aus. Man sollte bei den
gemeinsamen Ausläufen das Verhalten der Ratten genau beobachten.
Anfangs wird es zu Rangkämpfen kommen, dies ist völlig normal und man sollte die zwei Ratten in
dieser Phase nicht trennen. Dadurch würde die Zusammenführung nur verzögert werden. Da Ratten
ausgesprochen gesellige Tiere sind, klappt normalerweise eine Zusammenführung. Erst wenn Blut
fließen sollte, muss man unbedingt eingreifen, aber nur mit einem dicken Lederhandschuh, da die
Ratten im Eifer des Gefechts auch in die Hand ihres Besitzers beißen könnten.
Man
sollte den Auslauf häufig wiederholen und wenn es dort friedlich
zugeht, kann man den Versuch starten, die Ratten zusammen in einem
Käfig zusetzen. Am besten würde ich hierfür natürlich ein ganz
unbekannter Käfig eignen, aber wer kann sich schon bei jeder
Integration einen neuen Käfig leisten. Der Käfig sollte vollständig
gereinigt und am besten mit Essigwasser ausgewaschen werden. Außerdem
sollte der Käfig ganz anders eingerichtet werden. Wenn die Ratten dann
in dem Käfig sitzen, sollte man sie genau beobachten, insbesondere in
den ersten Stunden, damit man gegebenenfalls dazwischen gehen kann. Man
sollte aber auch nach den ersten Stunden immer wieder einen Blick
auf die Ratten werfen und auch häufiger die Tiere auf Wunden
kontrollieren.
Von zwei Tieren stirbt eins
Da in den seltensten Fällen beide Tiere auf einmal sterben, wird irgendwann eine Ratte alleine in
ihrem Käfig sitzen. Es dürfte wohl selbstverständlich sein, dass man sich sofort auf die Suche
nach einem angemessenen Partner für das zurückgelassene Tier macht. Jedoch kann dies manchmal
eine Weile dauern, denn schließlich soll die neue Ratte charakterlich gut zur anderen Ratte
passen. Auch wenn die Zusammenführung leichter ist, wenn man einem schon älteren Tier, ein
Jungtiere dazusetzt. Finde ich besser, wenn man einem schon älteren Tiere, ein
gleich altes dazu holt, da so ein Jungspund einen Spielpartner braucht. Die zwei würden sich also eher nerven als
miteinander glücklich sein. Natürlich ist so eine junge Ratte immer noch besser als keine.
Je nachdem kann die Suche nach einem Partner, sich ganz schön hinziehen. Wenn man bedenkt, dass
eine Ratte nur ungefähr 2 Jahre lebt, sind für sie schon zwei Tage alleine eine qualvolle Zeit.
Aus diesem Grund halte ich eine Haltung von drei Tieren besser, dadurch hätte man im Falle, dass
ein Tier stirbt genug Zeit ,einen passenden Partner zu suchen.
