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Ernährung
Wichtiges zur Ernährung
Die Ernährung sollte immer ausgewogen und abwechslungsreich sein und größtenteils aus
Kohlenhydraten (55%) bestehen. Fett (3-5%) und Eiweiß (15 - 20%) sollten in einem geringen Prozentsatz als in
menschlicher Nahrung enthalten sein. Man darf keine kalorien-, fett-, oder zuckerhaltigen Speisen
wie Kekse, Schokolade, Essensreste, geräucherte Wurstwaren, rohe Eier,
rohes Fleisch oder Fisch den Ratten geben. Außerdem sind Essensreste menschlicher Nahrung für
Ratten tabu, da sie meist zu fettig, salzig oder gewürzt sind. Es sollte selbstverständlich sein,
dass man seinen Tieren nur frisches, unverdorbenes Futter gibt und dass faules und altes Obst und
von Lebensmittelparasiten befallenes Körnerfutter schadet.
Es ist sehr wichtig auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, da die meisten Krankheiten auf
Ernährungsfehler zurückzuführen sind. So kann zum Beispiel die Schwanzhaut einer Ratte absterben,
wenn zu wenig essenzielle Fettsäuren in ihrem Futter sind, diese
befinden sich in Kürbis- und Sonnenblumenkernen und in den verschiedensten
Nussfrüchten.
Körnerfutter
Da Körner vor allem aus Kohlenhydraten besteht, eignet es sich sehr gut als Grundfutter. Das Körnerfutter sollten den Ratten immer zur Verfügung stehen, weil Ratten über den Tag verteilt immer wieder kleine Portionen zu sich nehmen. Besonders geeignet finden unsere Ratten "Rattima" von Timmermanshof. Dieses Futter beinhaltet alles, was Ratten brauchen und ist bei ihnen auch sehr beliebt. Bevor wir zu "Rattima" gekommen sind, wurden bei allen anderen Trockenfuttermischungen das meisten Bestandteile verschmäht und man konnte die Hälfte davon entsorgen. Dieses Futter bekommt man leider nicht im Geschäft, sondern man muss es über das Internet bestellen (zum Beispiel über das Heimtierparadies oder Zooplus.
Giftige Pflanzen
- Agaven
- Alpenveilchen
- Amaryllis
- Azaleen
- Christusdorn
- Clivie
- Croton
- Dieffenbachia
- Efeu
- Farne
- Flamingoblume
- Hortensie
- Hyazinthen
- Lebensbaum
- Mittagsblume
- Narzissen
- Porzellanblume
- Primel
- Weihnachtsstern
- Wolfsmilchgewächse
- Zimmerkalla
Frischfutter
Da Ratten richtige Feinschmecker sind, muss man einige Zeitlang ausprobieren, was welchem Tier
schmeckt und was nicht. Mit einigen Ausnahmen kann man alle Obst- und Gemüsesorten ausprobieren
und es sollte selbstverständlich sein, dass das Frischfutter natürlich nur von einwandfreier
Qualität sein sollte. Täglich einmal sollte Frischfutter gegeben werden.
Bei der Fütterung gibt es einiges zu beachten:
- Das Futter sollte vor dem Verfüttern mit lauwarmen Wasser abgewaschen und gut abgetrocknet werden.
- Immer ein Stück mehr geben als Ratten vorhanden sind, das vermindert den Futterneid.
- Bei übermäßiger Verfütterung von bestimmten Sorten bekommen Ratten die gleichen gesundheitlichen Probleme wie auch Menschen (z.B. Durchfall oder Blähungen).
- Die Fütterung von blähenden Gemüse- oder Obstarten, wie Kohl, Zwiebel oder Birnen, sollte vermieden werden. Auch auf Kopfsalat sollte verzichtet werden, da er schwere Durchfälle verursacht.
- Sehr säurehaltiges Obst, wie Zitrusfrüchte, wird von vielen Ratten nicht gut vertragen und sollte deswegen nicht verfüttert werden.
- Nach ca. 12 Stunden sollte spätestens altes Frischfutter entfernt werden. Auch sollte man überprüfen, ob die Ratten es nicht irgendwo gelagert haben, da es sonst sehr leicht anfängt zu schimmeln.
- Wenn viel Frischfutter nicht gefressen wurde, sollte man die verfütterte Menge reduzieren.
- Avocados sollten nicht verfüttert werden, da sie giftig sind.
Unsere Ratten fressen gerne Banane, Gurke, Chicoree, Knollensellerie, Trauben, Paprika, Tomaten, Kiwi, Melone und Kohlrabi (Vorsicht! Bei manchen Tieren kommt es durch Kohlrabi zu Blähungen. Man sollte es erst mit ganz kleinen Mengen ausprobieren, wie die Tiere darauf reagieren.).
Tierisches Eiweiß
Das tierische Eiweiß ist für die Rattenernährung unerlässlich, trotzdem sollte man nie zuviel davon geben, da dies schwere Gesundheitsschäden verursachen kann, zum Beispiel erkranken Ratten, die zu viel Eiweiß bekommen haben, häufig an Krebs oder haben Probleme mit ihrer Niere. Es sollte immer nur als Leckerbissen alle paar Tage gereicht werden. Man kann ihnen Hunde- oder Katzentrockenfutter, Quark, Naturjoghurt, hartgekochte Eier und milden Hartkäse geben.
Knabberkost
Da Ratten Nagetiere sind und ihre Zähne ein Leben lang nachwachsen, brauchen sie Nagematerial,
damit die Zähne abgenützt werden. Am besten eignen sich hierfür frische Zweige von
unbehandelten Obstbäumen, Weiden, Buchen, Birken, Ahorn oder Haselnusssträuchern. Die Zweige sollte aber frei von Spritzmitteln,
Vogelkot und Autoabgasen sein. Auch kann man getrocknetes schimmelfreies Brot reichen, aber
nicht zu oft, da es sehr kalorienreich ist.
Wenn man nicht für genug Nagematerial sorgt, werden die Zähne überlang
und müssen gegebenenfalls unter Narkose gekürzt werden. Eine Narkose birgt
immer ein gewisses Risiko und die ganze Prozedur ist für die Tiere
schmerzhaft und stressig, daher sollte man unbedingt immer darauf achten,
dass die Ratten genügen zum Nagen haben.
Sonstiges
- Haselnüsse
- Kartoffelpüree
- Nudeln
- Reis
- Kolbenhirse
- Walnüsse
- Kürbiskerne
- Erd- oder Haselnüsse
- Joghurtdrops
- Rosinen
- Knabberstangen
- Knäckebrot
- Vollkornzwieback
- Knäckebrot
- Babygläschen
- Vitacombex Na (Multivitamin-Saft)
- Echinacea (Zur Stärkung der Abwehrkräfte)
Dies sollte aber auch nur gelegentlich und nicht alles auf einmal verfüttert werden, da das meiste sehr kalorienreich ist. Ausnahme bilden Vollkornzwieback und Knäckebrot.
Die richtige Nahrungsmenge
Man kann nur schwer eine allgemeine Angabe machen, da die Menge der benötigten Nahrung vom Alter,
der Größe und den individuellen Eigenarten der einzelnen Ratte abhängt. Als Faustregel aber gilt,
dass soviel gefüttert werden soll, bis nur noch ein ganz kleiner Rest im Napf übrig bleibt. Als
ungefährer Richtwert nimmt man, 20 g (zwei Esslöffel) Trockenfutter.
Jedoch sollte man auch überprüfen, ob die Ratten nicht irgendwo Futter verscharrt oder versteckt
haben, da dies durch Urinmarkierungen sehr leicht anfängt zu schimmeln und wenn es gefressen wird,
zu Verdauungsproblemen oder Infektionskrankheiten führen kann. Wenn viel
Futter gelagert wurde, sollte man die Trockenfutterration verringern.
Trinkwasser
Der Bedarf an Trinkwasser schwankt von Ratte zu Ratte. Manche benötigen kaum Wasser, wenn viel Frischfutter gegeben wird, und andere trinken immer noch den halben Napf leer. Das Trinkwasser sollte in einem schweren Keramikschälchen angeboten und jeden Tag erneuert werden. Zudem sollte der Napf täglich mit heißem Wasser ausgespült werden. Zur Abwechslung kann man auch immer wieder Karottensaft anbieten.
Ernährung bei alten oder kranken Tieren
Wenn alte oder kranke Tiere die Nahrungsaufnahme verweigern, ist es sehr schwer, sie durchzubekommen. Bevor also diese Tiere nichts mehr fressen wollen, dürfen sie alles fressen, wirklich alles. Die Hauptsache ist, dass sie fressen.